Stadt-Anzeiger Auerbach - Oktober 2025 36 Die mittelalterliche Befestigung unserer Stadt Auerbach (Fortetzung von Rudi Weber) Im Befestigungsplan von Joseph Köstler (s. Stadtanzeiger Juni 2024 und Mai 2025, jeweils Seite 14) tragen die nördlichen Türme der mittelalterlichen Befestigung die Kennbuchstaben K (Schwedenturm), L (Hundsturm), M (Hungerturm), N (ohne Namen) und O (Ledererturm). Über K, L und M wurde schon ausführlich geschrieben. Dieser Ausschnitt aus der bei Köstler (1, Seite 28 f) zu findenden Planzeichnung zeigt die Situation nördlich der Bachgasse. Zur Erinnerung: Stadtmauer, Tore und Türme sind rot, die Zwinger zwischen den beiden Mauern braun, die Brücken gelb, der Stadtgraben grün, der mit Wasser gefüllte Schlossgraben S blau, und Bach und Weiher ebenfalls blau eingezeichnet. A war das untere oder Bamberger Tor. P ist das kurfürstliche Schloss, R der erhöht liegende Schlossgarten mit anstoßenden Wällen oder Dämmen. Mit Q sind befestigte Türen für Fußgänger bezeichnet, wie sie am Eingang zur Bachgasse und im Schloss zum Ausgang in den Schlossgarten, jeweils mit einem Steg über den Graben, waren. Weitere Erklärungen dazu: Das Gässchen zwischen Nr. 170 (heute Unterer Markt 20) und 171 (heute Unterer Markt 21) mit dem Überbau (zu 171) besteht noch. Die Anwesen 183 und 183a brannten 1906 ab. Sie tragen heute die Hausnummern Michelfelder Straße 2 und 4. Dieses Bild (aus 2, Seite 116) verdeutlicht die Situation um das ehemalige Auerbacher Schloss, welches die alte Hausnummer 183 ½ trug, nicht wie in Köstlers Zeichnung 183a. Das eigentliche Haus 183a ist bei Köstler falsch bzw. eigentlich gar nicht eingetragen. (Fortsetzung Seite 32)
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