Auerbach Stadt-Anzeiger - September 2025

Stadt-Anzeiger Auerbach - September 2025 32 Die mittelalterliche Befestigung unserer Stadt Auerbach (Fortetzung von Seite 28) Der Hungerturm Man denkt vielleicht bei diesem Namen an eine Art Gefängnis, worin die Insassen einfach hungern mussten, also wenig zu essen und trinken bekamen, um ihnen z.B. Geständnisse abzupressen oder sie besonders hart zu bestrafen. Woher dieser Stadtmauerturm, früher Stranerturm genannt, seinen Namen Hungerturm hat, später. Von ihm steht gar nichts mehr. Er hatte die alte Hausnummer 191, später Bachgasse 25 und stand hinter dem Brauhaus. (Hausnummern 192 und 193; zuletzt Bürgerbräu, Bachgasse 27) Das Brauhaus bzw. die Bürgerbräu hat eine eigene, interessante Geschichte. (2, Seite 159 ff) Der spätere Hungerturm war um 1440 hinter dem städtischen Brauhaus errichtet worden. Auf diesem Luftbild von 1958 steht der um 1800 zu einem Wohnhaus umgebaute Hungerturm 191 noch. Davor die damalige Bürgerbräu, die aus den Häusern 192 und 193 gebildet worden war. (Bachgasse 27) Die Bürgerbräu stellte ihren Betrieb am 31.12.1988 ein. Das Gelände kaufte später (1990) die Firma Joho aus Regenthal, riss die Gebäude ab, und errichtete das derzeitige Apartmenthaus. 1968 kaufte das Anwesen 191 (früherer Hungerturm) samt dem benachbarten Stadl Rudolf Seufert aus Wendelstein, riss beides kurz darauf ab, baute daneben das Haus 180 ½ (heute Bachgasse 23) und betrieb die Firma Radio Taubmann hier. 1980 siedelte diese Firma ins Industriegelände (Industriestraße 31) neben der B 85 um. Auf diesem Foto (aus 2, Seite 157) sind links des früheren Hungerturms (191) Reste der alten Stadtmauer zu sehen. (Fortsetzung Seite 38)

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