Auerbach Stadt-Anzeiger - Juli 2025

Stadt-Anzeiger Auerbach - Juli 2025 38 Die mittelalterliche Befestigung unserer Stadt Auerbach (Fortsetzung von Seite 32) Dieses Bild malte um 1938 Johann Baptist Weber (1876-1945) aus Auerbach. (5) Es zeigt links den Predigerturm (Nr. 48), und rechts anschließend die Häuser Nr. 49 und 50. Ganz links und rechts neben den Häusern schloss die Stadtmauer mit den Wehrgängen an. Links war zuletzt ein Anbau mit Wohnräumen. Auf dem Turm hat ein Storch sein Nest. 1877 ließ der damalige Eigentümer Leonhard Lehner vom Nachbarhaus Nr. 49 (beim Sauschouster) die oberen Stockwerke abbrechen. Der Predigertum bzw. das was von dem einstmals stattlichen Gebäude noch übrig war kam 1882 durch Verkauf an die Familie Gradl. Sohn Joseph war Schuhmachermeister, worauf sich der Hausname beim Groudlschouster bezog. Der letzte Eigentümer aus dieser Familie war Hans Kraus (1949-2005). So sahen die Reste des Predigerturms mit Anbau von der anderen Straßenseite gesehen kurz vor dem endgültigen Abbruch (1999) aus. (Foto nach 3, Seite 157) Der frühere Predigerturm stand einst mit seiner Ostseite im Stadtgraben. Nachdem dieser zugefüllt worden war, wurde der 1. Stock nun Erdgeschoss. Wegen der fehlenden Grunddierung und des stärker werdenden vorbeifließenden Verkehrs bekam der Predigerturm immer mehr Risse, und wurde 1999 gänzlich abgebrochen. Den Grund (auf dem Plan 6 mit „HsNr. 15“ bezeichnet) kaufte die Stadt, errichtete darauf Parkplätze und stellte Sitzbänke auf. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass erst ab 1951 die Häuser mit den alten Hausnummern 24, 49 und 50 abgerissen wurden, der Stadtgraben an dieser Stelle verfüllt, und so durch die Stadt Auerbach der heute selbstverständliche Durchgang von der heutigen Pfarrstraße zur Oberen Vorstadt geschaffen wurde.

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