Auerbach Stadt-Anzeiger - Juli 2025

Stadt-Anzeiger Auerbach - Juli 2025 14 Jakobus-Kapelle in Nasnitz (von Rudi Weber, Fortsetzung von Seite 1) Im Juli 2025 sind es 15 Jahre, seit die dem hl. Jakobus gewidmete Kapelle in Nasnitz feierlich geweiht wurde. (1) (siehe dazu auch Stadtanzeiger August 2019) Im Bild auf Seite 1 des aktuellen Stadtanzeigers (Foto Mai 2025) ist links diese Kapelle zu sehen, etwa in der Mitte stehen die 2001 errichtete Werk- mit Lagerhalle (erbaut 2008), und rechts das Wohnhaus der Familie Kraus. Ganz links spitzt noch das Feuerwehrgerätehaus heraus; es wurde 2004 zum fünfazigjährigen Gründungsjubiläum der Ortswehr eingeweiht. Im Vordergrund ist einer der beiden großen, mit Kois usw. besetzten Gartenteiche, sowie eine jedermann einladende Sitzgruppe. Gründe für den Bau der Kapelle Im in ihrer Kapelle aufliegenden Willkommensbuch nennen Helga und Wolfgang Kraus Gründe für deren Errichtung: „… aus Dankbarkeit für die glücklichen Umstände, die wir bisher in unserem Leben erfahren durften, für unsere Gesundheit, unsere Familie und unseren Schritt in eine unsichere Selbstständigkeit, der uns sicherlich nicht leichtfiel, aber mittlerweile auf einer gesunden Basis ruht.“ (2) Die Firma Kraus, CNC-Metallbearbeitung GmbH (3), wurde 1989 von dem damals in der KSB beschäftigten Industriemeister Wolfgang Kraus aus Zogenreuth stammend in dessen Garage gegründet. Weiter heißt es: „Zum anderen soll diese Kapelle ein Zeichen unseres Glaubens sein und für jeden offen und jederzeit zugänglich sein, was wir durch den gepflasterten Weg zur Straße hin, der die Vorübergehenden zum Verweilen, zum Gebet einlädt, erreichen wollten.“ (2) Das angesprochene gepflasterte Wegstück zur Straße hin im Anschluss an die Fahrbahn und den öffentlichen Grünstreifen trägt auf dem linken Pfosten aus Granit das international bekannte Symbol der Muschel für den Jakobsweg. (4) Die Eheleute Kraus sind nämlich begeisterte Jakobspilger. Deshalb hat ihre Kapelle die Form einer Muschel. „Auch das Pflaster vor der Kapelle und das Glaselement neben der Tür beinhaltet dieses Element.“ (2) Kapellenweihe am 25. Juli 2010 Das kirchliche Fest Jakobus der Ältere fiel 2010 auf einen Sonntag. Das passte natürlich sehr gut für die Weihe der neuen Kapelle in Nasnitz, denn dieser Heilige war aus dem genannten Grund als Patron ausersehen. Leider war der damalige und eigentlich zuständige Pfarrer von Michelfeld P. Paul Mietki, CR, (1966-2010; seit 2006 Pfarrer in Michelfeld; 20002004 Kaplan in Auerbach) plötzlich und völlig unerwartet am 26. Mai 2010 bei einem Ausflug mit den Michelfelder Ministranten in seine polnische Heimat in der Marienkirche Krakau verstorben. Sein Mitbruder P. Dominik Sobolewski, CR, damals Pfarrer in Auerbach, wurde daraufhin kurzzeitig auch mit Michelfeld betraut. Und so weihte er die neue Kapelle in Nasnitz. Der damalige Pfarrgemeinderatsvorsitzende Johannes Lindner (1950-2021) geizte nicht mit Lob für die Erbauer der Kapelle, die ihr Werk mit viel Liebe zum Detail erstellt hatten. Begeistert war auch Bürgermeister Joachim Neuß vom Kapellenneubau, „der sich durch die Zusammenarbeit der Erbauer und verschiedener Firmen zu einem Kunstwerk in moderner Form entwickelte“. Musikalisch gestaltet wurde die Feier u.a. von der Solistin Brigitte Träger, die besonders mit dem Lied Ave-Maria glänzte. Nach der Weihe lud Familie Kraus zu Kaffee und Kuchen und später auch zu einem Tänzchen ein, was von den zahlreichen Besuchern gerne angenommen wurde. (nach 5) Der Altartisch mit dem aus Kacheln gebildeten Kreuz gegenüber dem Eingang wird eingerahmt von zwei künstlerisch gestalteten Buntglasfenstern. Unter ihnen stehen auf hölzernen Konsolen geschnitzte und farblich gefasste Statuen, links die Gottesmutter Maria, und rechts der hl. Jakobus. (Fortsetzung Seite 16)

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