Auerbach Stadt-Anzeiger - Januar 2025

Stadt-Anzeiger Auerbach - Januar 2025 16 (Fortsetzung Seite 24) Die mittelalterliche Befestigung unserer Stadt Auerbach (Fortsetzung von Seite 14) Einladung zur Jahreshauptversammlung am Freitag, den 17. Januar 2025 um 19:00 Uhr im Gasthaus Schenk Tagesordnung: 1. Begrüßung 2. Gedenken unserer Verstorbenen 3. Verlesen des letzten Protokolls 4. Kassenbericht und Entlastung durch die 2 Prüfer 5. Berichte der Vorstandschaft, des 1. Kommandanten und des Jugendwarts 6. Neuwahlen der Vorstandschaft 7. Berichte der Gäste 8. Verschiedenes, Wünsche und Anträge Auch das stadtauswärts auf der rechten Seite stehende Torweberhäusl (Hausnummer 37, heute Oberer Torplatz 18) gehörte bis 1627 der Stadt. Seinen Hausnamen hat es, weil 1511 der Weber Hans Bauernfeind mit seiner Familie drin wohnte. Auch spätere Bewohner übten oft dieses wichtige Handwerk aus. Seit 1665 gehört das Anwesen der Familie Forster (beim Durwewer). „1848 entstand am 31. August im benachbareten Nagelschmiedhaus Nr. 264 (Anm.: heute Oberer Torplatz 1; beim Schattl) eine Feuersbrunst, die das ganze Häuslein zerstörte und auch den Torturm vernichtete. Die Häuser des Torwebers und Torschneiders wurden sehr stark beschädigt. Weil das Tor sehr verkehrsstörend war, ließ man den Turm nicht mehr aufbauen und die Ruine gänzlich abbrechen. Der Nachtwächter Preis erhielt eine angemessene Entschädigung, die Häuser des Nagelschmieds und Torwebers erstanden aber viel größer und schöner aus der Asche. Vom Tor aber kann man nur sagen: Fuerit!“ Es war einmal! (1, Seite 74) Das Vorwerk des oberen Tores Wie schon gesagt hatte das Amberger Tor südöstlich der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer das einzige Vorwerk in der doch sehr stattlichen Auerbacher Befestigungsanlage. Köstler schrieb darüber vor über 100 Jahren u.a.: „Das obere Stadttor hatte noch ein Vorwerk (Brückenkopf), das befestigt war und auch Bastei oder Barbigan genannt wurde. Dem oberen Torturm gegenüber stand nämlich auf der äußeren Seite des Stadtgrabens wieder ein fester Torturm, welcher mit einem eigenen Graben, die ‚Grunft‘ genannt, umgürtet war. Über die Grunft führte wieder eine Brücke und an ihrem Ende rechts stand das originelle Torwartshäusl. Es hat bislang allen Fährnissen der Welt widerstanden, hat jetzt die Haus Nr. 33 (Anm.: heute Oberer Torplatz 16) und erregt durch seine Architektur bei Fremden Aufsehen, bei Einheimischen Ärgernis.“ (1, Seite 75) „Das Torwärterhäuschen (Anm.: Hausnummer 33, heute Oberer Torplatz 16) kurz vor dem Abriß um 1912. Davor die Familie Johann und Maria Eckert geb. Zerreiß mit ihren Kindern. Rechts ein Brezelverkäufer.“ (5, Seite 107)

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