Stadt-Anzeiger Auerbach - Mai 2024 - 16 (Fortsetzung Seite 24) Teufelskirche (Fortsetzung von Seite 14) Kapellenbauverein Welluck lädt ein zum Dorffest in Welluck am 30. Mai 2024 14.00 Uhr Andacht an der Kapelle anschließend hausgemachte Torten, Kuchen und Leckereien Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt! Wir bitten um Ihre Kuchenspenden. Der Kapellenbauverein bittet wieder um Unterstützung zur Ausrichtung des Festes und freut sich über die Mithilfe aller Helfer und Helferinnen. Vergelt´s Gott schon mal an Alle. Beim Aufbau und Abbau wird die Hilfe von tatkräftigen Dorfbewohner/-innen benötigt: Aufbau: 29.05. ab 17 Uhr Abbau: 31.05. ab 9 Uhr Auf Ihr Kommen freut sich der Kapellenbauverein Welluck e.V. FF Zogenreuth e.V. Termine für Mai!!! Sonntag, 4. Mai 2024 Florianstag Treffpunkt: folgt noch Mittwoch/Donnerstag, 8./9. Mai 2024 Gurkenfest der FF Ranzenthal Donnerstag, 30. Mai 2024 Fronleichnam Treffpunkt: . 8.00 Uhr am ehem. Hotel Goldner Löwe, Unterer Markt Höhle oder Grotte Von der Kirche auf dem Gottvaterberg (6) gut 300 m entfernt in südöstlicher Richtung in der Nähe des Schatzfelsens (4; heute Truppenübungsplatz Grafenwöhr) befindet sich eine größere Höhle oder Grotte. Am Ende des 2. Weltkrieges (19391945) diente sie zahlreichen in der Nähe wohnenden Familien als Zufluchtsort vor z.B. feindlichen Tieffliegern. In ihr haben Menschen sicher schon vor Jahrhunderten Schutz gesucht und gefunden. Vielleicht waren auch damals die vor den feindlichen Hussiten Geflohenen in dieser Grotte. Die Theres Ein Vater der Geflüchteten hatte auf seinem Anwesen etwas versteckt, was er nach einigen Tagen dringend brauchte. Seine älteste Tochter, nennen wir sie Theres, machte sich auf den Weg, um die Sachen zu holen. Als sie mit ihrem Bündel auf dem Rücken wieder in den schützenden Wald zurückwollte, erblickte sie voller Schreck auf der Fuhre von Auerbach her eine Schar Kriegsknechte kommen. Es gelang ihr gerade noch, sich unbemerkt in den Eingang einer Felsspalte am Fuße des Berges, in der Teufelshöhle also, zu verstecken. Voller Angst entdeckt zu werden drang sie immer tiefer in die Höhle ein. Ermüdet setzte sich Theres schließlich nieder, um ein wenig auszuruhen und neue Kraft zu sammeln. Dabei schlief sie vor Übermüdung und Angst ein. Der Schwarze Ein wie aus dem Nichts aufgetauchter schwarz gekleideter dunkelhäutiger Mann mit weißem Haar und ebensolchem Bart weckte die Theres. Er bedeutete dem zu Tode erschrockenen Mädchen wortlos, aber bestimmt, ihm zu folgen. Der Schwarze führte das Bauernkind noch tiefer in den Berg hinein. In der Ferne war das gewaltige Rauschen von Wasser zu hören, sonst war es totenstill. Bald kamen sie durch große und hohe Felsenhallen, bald mussten sie sich durch schmale und niedrige Gänge zwängen. Schließlich blieb der Schwarze vor einem großen Felstor stehen, stellte seine Laterne auf den Boden, gab dem Mädchen einen Schlüssel und war plötzlich wie vom Erdboden verschluckt wieder verschwunden. Gold und Edelsteine Nach anfänglichem ängstlichem Zögern übermannte die Neugier das Mädchen und es steckte den Schlüssel in das Schloss. Er ließ sich auch leicht drehen und das Tor sprang auf. Theres war wie geblendet von dem Glanz, der aus der großen Felsenhalle kam. Sie glaubte in eine Kirche zu schauen, so leuchtete es aus dem Inneren der Grotte. Theres nahm die vom Fremden hinterlassene Laterne und durchschritt vorsichtig das Tor. Als sie den Raum ganz betreten hatte, entdeckte sie überall auf dem Boden ganze Haufen von Gold und Edelsteinen, die wie von einem unsichtbaren Scheinwerfer angestrahlt in allen Farben leuchteten und funkelten. Das Mädchen ließ den Schlüssel fallen, stellte die Laterne ab, raffte seine Schürze zusammen und füllte so viel von den herumliegenden Schätzen hinein, wie hineinpassten. Dann nahm Theres die Laterne wieder auf und verließ den Raum. Kaum hatte sie die Schwelle übertreten, durchbebte ein furchterregendes Donnern und Grollen den ganzen Berg. Das Felsentor war mit gewaltigem Getöse hinter ihr zugefallen.
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