Auerbach Stadt-Anzeiger - September 2026

Stadt-Anzeiger Auerbach - September2026 28 Das Schloss und die mittelalterliche Befestigung im Dreißigjährigen Krieg (Fortsetzung, von Rudi Weber) (Fortsetzung Seite 30) REGENS WAGNER MICHELFELD Überzeugen Sie sich selbst vom Geschmack und der Qualität unserer Michelfelder Klostereier - erhältlich in unserem Maurushofladen. Großabnahmen und Lieferservice nach Absprachemöglich. Mit Ihrem Kauf unterstützen Sie die inklusive Arbeit von Menschen mit Behinderung. Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag 08:30 - 12:00 Uhr 13:30 - 16:30 Uhr Freitag 08:30 - 15:00 Uhr Michelfelder Klostereier Maurushofladen Hofmühlweg 5 91275 Auerbach Tel 09643 300-371 mi-wfbm-hofladen@ regens-wagner.de Erfahren Sie mehr über Regens Wagner Michelfeld unter: regens-wagner-michelfeld.de Schnelle Hilfe auf Knopfdruck: Der Hausnotruf des ASB Jura Das Hausnotrufsystem besteht aus einer Basisstation und einem tragbaren Hausnotrufknopf. Beide Geräte sind über Funk miteinander verbunden und über beide kann ein Notruf abgesetzt werden. Jetzt informieren: Telefon: (09643) 50 799 50 hausnotruf@asb-jura.de Gestürzt? Unsere Stadt war zwar durch seine Befestigung gut geschützt, aber trotzdem suchten immer wieder feindliche Truppen die leidgeprüfte Bevölkerung heim. „Der Dreißigjährige Krieg hat Auerbach und seine Umgebung in aller Schwere getroffen. … Man hatte zu klagen über Truppendurchzüge, Einquartierungen, Beschlagnahmungen von Lebensmitteln (Fleisch, Bier, Brot, Getreide), Vorspannleistungen, Wegnehmen von Pferden und Vieh.“ (1, Seite 109) Dazu kamen leider immer wieder Brände und Bandschatzungen. Joseph Köstler stellt uns in Band 12 an mehreren Stellen die Gräuel vor Augen, unter denen unsere Vorfahren in jenen Jahrzehnten zu leiden hatten. Dabei waren die kaiserlichbayerischen Truppen so grausam wie die schwedischen. (2, Band 12) Der Galgenbaum aus dem 18-teiligen Zyklus von Radierungen Die großen Schrecken des Krieges (Les Grandes Misères de la guerre), nach Jacques Callot (1592-1635). (3) „In schrecklicher Erinnerung blieben die Kroaten, die lange Zeit vom Rothenberg (4) bei Schnaittach aus, aber auch von Auerbach aus die Umgebung bedrohten, und die Schweden.“ (1, Seite 110) Der früher auch bei uns gebrauchte Schimpfname du Krawat kommt wohl noch daher. Den schwedischen Truppen „galt der Kinderreim: ‚Die Schweden senn kumma, haben alles mitgnumma, haben d‘ Fenster eingschlog‘n, haben ‚s Blei davo‘ trogn‘n, haben Kugeln draus ‚gossen und die Bauern erschossen.‘“(1, Seite 110) „Gar viele Weibspersonen sind … zu tot geschändet worden. Mannspersonen hat man Mistwasser eingeschüttet und Daumenschrauben angelegt, man hat sie mit Ketten und Stricken zu Tode gereitelt, … mit Sägen hat man sie in die Schienbeine gesägt, man hat ihnen die Fußsohlen zerquetscht und dann solange geschlagen, bis das Fleisch von den Füßen fiel, man hat sie splitternackend durch die Stadt geführt und dermaßen geprügelt, daß sie schwarz gefärbt aussahen, schließlich hat man sie gebunden und an einem Baum gehänkt. In Summa man ist so grausam und erschrecklich mit Jedermann, hohen und niederen Standes umgesprungen, daß männiglich, um größere Marter zu entgehen, nur um das Todschlagen gebeten hat.“ (2, Band 12, Seite 108)

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