Stadt-Anzeiger Auerbach - Januar 2026 18 Vor über 410 Jahren ... (Fortetzung von Seite 16) (Fortsetzung Seite 26) Am Behälterweiher 19 | 91275 Auerbach Ansprechpartner BRK: Daniel Sertl und Astrid Kraus info@brk-auerbach.de Ansprechpartner JRK: Timo Kirzdörfer und Julian Stefandl jrk.auerbach@gmail.com Onlineanmeldung unter www.blutspendedienst.com Oder einfach den QR-Code scannen Datum: 09.01.2026 Uhrzeit: 15 – 20 Uhr in Auerbach Mit dem Abzug der Regierung aus Auerbach war es auch wieder vorbei mit dem vorübergehenden Eifer für den Kalvinismus. Bei einer Visitation am 21. Juni 1615 im kurfürstlichen Schloss unserer Stadt musste Kurfürst Friedrich V. feststellen, dass die Bevölkerung dem Kalvinismus (4) nahezu geschlossen ablehnend gegenüberstand. Einer der Unterschiede war die Spendung des Abendmahles: während es in der lutherischen Liturgie Hostien ähnlich wie in der katholischen gab, verwendete man in der kalvinischen normales Brot. Unsere Gegend wird wieder bayrisch Erst nach der Reformation kam im Dreißigjährigen Krieg (16181648) unsere Gegend Obere Pfalz 1628 wieder zu Bayern. Mit Vertrag vom 23. Februar 1628 hatte der seit 1623 nunmehrige bayrische Kurfürst Maximilian I. (1573-1651) von Kaiser Ferdinand II., der zugleich Anführer der katholischen Liga war, die Obere Pfalz endgültig erhalten. Als überzeugter Katholik hat der neue Landesherr nun alles in seiner Macht Stehende darangesetzt, um in seinem Land und damit auch in unserer Heimat hier möglichst schnell wieder das katholische Bekenntnis einzuführen. Es dauerte auch nicht lange, bis in der Oberen Pfalz die Konfessionsfrage sehr offensiv und hart angegangen wurde. Schon am 27. April 1628 bestimmte Kurfürst Maximilian I. in einem Religionspatent: die Oberpfälzer sollten wieder katholisch werden, oder sie mussten nach ca. einem halben Jahr Gnaden-, besser Galgenfrist, zum 1. November 1628 das Land und damit ihre Heimat verlassen. (7) Maximilian I. von Bayern, Porträt um 1643 von Joachim von Sandrart. (Detail) Die Süddeutsche Zeitung schrieb über Kurfürst Maximilian u.a.: „Die kraftvollste Figur im Kriegsgeschehen des frühen 17. Jahrhunderts war … Herzog Maximilian I., über keinen bayerischen Herrscher ist mehr geschrieben worden als über ihn. Als er die europäische Bühne betrat, wüteten dort ohne Unterlass Kriege und Revolten, Glaubenskämpfe, Hungersnöte und Pestepidemien. Das damalige Weltentheater kann es an Gewalt und Absurdität mit den Verwerfungen der Moderne jederzeit aufnehmen. Maximilians Rolle ist in der Inschrift am Sarkophag in der Münchner Michaelskirche bündig komprimiert: ‚Durch militärische Erfolge, Frömmigkeit und Ruhm in aller Welt bekannt, führte er mit vier Königen Krieg und brachte die Kurwürde und die Oberpfalz wieder an Bayern zurück. Nach einem dreißigjährigen Krieg bemühte er sich um den Frieden in Deutschland und erreichte ihn auch.‘“ (8)
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