Auerbach Stadt-Anzeiger - Januar 2024

Stadt-Anzeiger Auerbach - Januar 2024 - 6 Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Kriege, Krisen und Künstliche Intelligenz prägen seit Monaten die aktuelle Nachrichtenlage. In aller Welt. Schuldenbremse, Sondervermögen und Schattenhaushalt kommen als spezifisch deutsche Problemlagen dazu. Rechtsnationale Entwicklungen in vielen Ländern führen zu Abschottung und Ausgrenzung. Die von unserem Bundeskanzler benannte „Zeitenwende“ scheint in vollem Gange. Dabei wünschen wir uns alle Weihnachten mal wieder so richtig ungezwungen friedlich. Und in dieser Hoffnung blicken viele vielleicht zurück an die frohen Festtage ihrer Kindheit. Wir erinnern uns an die gespannte Erwartung, an ersehnte Geschenke, Plätzchenduft, lamettaglänzende Christbäume und viel gemeinsame Zeit für festliches Essen und lange Spieleabende in der Familie. So war Weihnachten zu Kinderzeiten - ein einzigartiger Höhepunkt im Jahr! Aber haben dies unsere Eltern damals in gleicher Weise so empfunden? Oder waren auch sie besorgt um die Entwicklungen in der Welt? Lag es nicht hauptsächlich an ihrem liebevollen Bemühen - bei einem sonst ebenso herausfordernden Alltag - dass wir eine freudig unbeschwerte Weihnachtszeit erleben durften? Und mussten sie vielleicht sogar sparen, um uns das eine oder andere Geschenk machen zu können? Ich bin sicher, in der Regel war das so! Ganz bestimmt leben wir in den letzten Jahren in keiner unbeschwerten Zeit und auch die Aussichten scheinen, bei furchtbaren Kriegen, anhaltenden Flüchtlingsströmen, der verstärkten Klimakrise und unkalkulierbaren Entwicklungen als ziemliche Herausforderung. War das früher besser? Wohl kaum! Mitnichten war uns jemals eine krisenfreie Zeit beschieden und noch nie gab es eine Welt komplett in Frieden. Was es gibt, ist Hoffnung. Das ist die Botschaft von Weihnachten! Diese Hoffnung auf eine positive Zukunft wünsche ich uns allen. Dabei denke ich vor allem an jene, die im zurückliegenden Jahr persönliche Schicksalsschläge erleiden mussten, durch Krankheiten beeinträchtigt waren oder sich alleine und einsam fühlten. Gerade sie möchte ich ermuntern, die intakte und wertvolle Gemeinschaft in unserer Stadt zu suchen. Es finden sich vielfältige Möglichkeiten im kirchlichen, sozialen, sportlichen oder kulturellen Bereich, wo wertvolle Arbeit und Hilfe geleistet wird, die unsere Gemeinschaft in herausragender Weise trägt. Dafür danke ich allen, die sich hierfür engagieren und unser Gemeinwesen damit auf unermessliche Weise bereichern. Vor allem dieses vielfältige Engagement und der breite Zusammenhalt in den unzähligen Vereinen, Verbänden und Organisationen macht unser Auerbach aus – und unsere Stadt besonders lebenswert! Unsere Weichenstellungen in Stadtrat und Verwaltung verfolgen immer das Ziel, hierfür gute Voraussetzungen zu schaffen und dieses Engagement bestmöglich zu unterstützen. Auch in diesem Jahr konnten wir gemeinsam wieder herausragende Projekte auf den Weg bringen, die zu einer deutlich positiven Entwicklung beitragen, sodass wir mit Zuversicht und Optimismus für unsere Stadt ins neue Jahr gehen dürfen. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie die gleiche Hoffnung auch an den Weihnachtstagen verspüren, diese im Kreise Ihrer Liebsten teilen und mit in das Jahr 2024 tragen können. Für dieses wünsche ich Ihnen viel Freude, Erfolg und in jeglicher Hinsicht persönliches Wohlergehen! Ihr Joachim Neuß Erster Bürgermeister

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