Auerbach Stadt-Anzeiger - Dezember 2023

16 - Stadt-Anzeiger Auerbach - Dezember 2023 - (Fortsetzung Seite 22) Die Polizei in Auerbach (Fortsetzung von Seite 14) Schützenverein 1890 Auerbach Einladung zur Weihnachtsfeier Samstag 16. Dezember 2023 Beginn 17 Uhr Alle Mitglieder sind zur Weihnachtsfeier recht herzlich eingeladen. Mit adventlicher Musik, einem Nikolausbesuch und der Preisverleihung vom Weihnachtsschießen wird der Abend gefeiert. Der Schützenverein 1890 e.V. Auerbach bedankt sich für die geleistete Arbeit und das Vertrauen und wünscht allen Mitgliedern und Freunden ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2024 www.sv1890Auerbach.de FROHE Weihnachten EIN GUTES NEUES JAHR & Freiwillige Feuerwehr Auerbach i.d.OPf. | Neptunplatz 1 | 91275 Auerbach | www.feuerwehr-auerbach.de Kriegsende in Auerbach „Von den eigentlichen Kriegshandlungen blieb Auerbach glücklicherweise wie schon im 1. Weltkrieg verschont, doch wäre es am Schluß fast noch schlimm für die Stadt gekommen, denn sie sollte als Westeingang zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr bis zum Letzten verteidigt werden. Zu diesem Zweck waren auch aus der männlichen Bevölkerung bereits vier Kompanien ‚Volkssturm‘ zusammengestellt worden. Diese hatten mit Wehrmachtsangehörigen Panzersperren angelegt, u.a. am Lohweiher, am Schwemmweiher, am Kellerberg, in der Oberen Vorstadt und in der Bahnhofstraße. Ebenso waren bereits Infanteriestellungen aufgebaut und die Brücken in der Degelsdorfer Straße, sowie auf der B 85 zum Rosenhof und zum Sand zur Sprengung vorbereitet. Zudem hatten SS-Einheiten, die sich aus dem Pottensteiner Raum hatten zurückziehen müssen, am Stadtweiher zwei schwere Geschütze in Feuerstellung gebracht. Aber weder in der Zivilbevölkerung noch im Volkssturm bestand der Wille zur Verteidigung der Stadt, was wohl auch zu ihrer Vernichtung geführt hätte.“ (2, Seite 66) Johann Ritter, 1938-1986 Stadtpfarrer in Auerbach, schrieb später: „In diesen Tagen ging ich zum Pinzigberg hinauf, sah, wie mehrere Häuser von Nasnitz in Brand geschossen wurden; da machte ich das Gelübde: Wenn Auerbach verschont bleibt, dann will ich dafür sorgen, dass ein Kreuzweg errichtet wird.“ (3) Der Kreuzweg hinauf zum Pinzigberg wurde am 1. Mai 1949 unter Beteiligung zahlreicher Gläubiger aus Auerbach und den umliegenden Orten feierlich eingeweiht. (Foto 2006) „Da jedoch von den SS-Leuten das Feuer auf die langsam vorrückenden Amerikaner eröffnet wurde, schossen diese am 18. April 1945 in die Stadt. Glücklicherweise wurden nur einige Gebäude in der Unteren Vorstadt in Brand geschossen, und die SS–Geschütze in den Truppenübungsplatz hinter den Gottvaterberg zurückgezogen. Als letzte Tat sprengten deutsche Pioniere in der Nacht vom 19. auf den 20. April die Eisenbahnbrücke unter der B 85 am Galgenberg. Gegen 4 Uhr in der Frühe am Sonntag, den 20. April 1945, trat Kampfruhe ein, und gegen 9 Uhr rückten die ersten Amerikaner von Ohrenbach herkommend in die Stadt ein. Im Rathaus übergab Bürgermeister Melchner Auerbach an amerikanische Offiziere.“ (2, Seite 66) Johann Melchner amtierte als 2. Bürgermeister, weil der eigentliche Bürgermeister Ludwig Huber beim Militär und natürlich noch nicht entnazifiziert war.

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