Auerbach Stadt-Anzeiger - November 2023

Stadt-Anzeiger Auerbach - November 2023 - 22 (Fortsetzung Seite 24) Die Polizei in Auerbach (Fortsetzung von Seite 16) Michael Bauer war der Urgroßvater von Christian Bauer (geb. 1985), der von 2013 bis 2017 Leiter unseres Heimatmuseums Museum 34 war. Urenkel Christian Bauer stellte 2016 das von ihm in diffiziler Kleinarbeit erstellte und wunderbare Modell (Maßstab 1:160) unserer Stadt Auerbach vor, welches heute im Lodes-Museum (Schenklhaus) zu sehen ist. Über dessen Leiterin Marion Ringl kann unter Tel. 01754238364 oder Email museum34@auerbach.de ein Termin zur Besichtigung vereinbart werden. Im Stadtmodell ist natürlich auch das frühere Schloss (3) von Auerbach zu sehen, an das heute leider nur mehr der Straßenname Schlosshof erinnert. Kaiser Karl IV. (1316-1378) ließ es 1374 errichten. Das Schloss von Auerbach stürzte 1788 ein. Auch andere interessante Lokalitäten zeigt das Stadtmodell, das auf einem Stadtplan von 1839 basiert. Die Situation im und nach dem Krieg Aus der Beschreibung eines Projekts der DHPol (Deutsche Hochschule der Polizei) heißt es über die Rolle der Polizei im sog. Dritten Reich u.a.: „Das NS-Regime konnte sich von seinen Anfängen bis zu seinem Untergang auf die Polizei stützen. Nicht nur die Gestapo, sondern alle Sparten der deutschen Polizei waren am Terror gegen die politischen und weltanschaulichen Gegner des NS-Staats beteiligt, zunächst im Innern des Deutschen Reiches und seit Kriegsbeginn 1939 schließlich in allen von der Wehrmacht eroberten Gebieten. Von Norwegen bis Griechenland, von Frankreich bis in die besetzten Gebiete der Sowjetunion sicherte die deutsche Polizei die nationalsozialistische Herrschaft. Besonders in Osteuropa beging die deutsche Polizei massenhaft Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung. Die Polizei war maßgeblich am Mord an den europäischen Juden beteiligt, aber auch an der Verfolgung von Widerstandsgruppen gegen das nationalsozialistische Besatzungsregime und der Verschleppung von Zivilisten zur Zwangsarbeit für die deutsche Kriegswirtschaft.“ (4) Nun war der Krieg zu Ende und das NS-Regime am Ende, beides Gott sei Dank! Überbevölkerung durch große Flüchtlingsströme aus dem Osten, Hunger und Not, Schwarzhandel und andere Probleme charakterisieren die ersten Nachkriegsjahre. Überfälle bewaffneter Banden, Raub und Diebstahl waren fast allerorten an der Tagesordnung.

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