Auerbach Stadt-Anzeiger - Oktober 2022

Stadt-Anzeiger Auerbach - Oktober 2022 - 24 (Fortsetzung Seite 28) Eine der weiteren Vitrinen zeigt einige der seltenen in Auerbacher Bergwerken gefundenen Mineralien. Das seltenste ist wohl der Churchit, auch Weinschenkit (nach dem Mineralogen Ernst Weinschenk, 1865-1921) genannt. Eine kurze Auerbacher Bergbaugeschichte mit u.a. der Entstehung der Erze und Mineralien hat Martin Nägele 2014 in einem aufliegenden Mineralienalbum mit vielen Fotos gekonnt zusammengefasst. Der Geschichtsschrank Als wir uns über die Ausgestaltung des Museums in einem eigens dafür ins Leben gerufenen Arbeitskreis unterhielten, kamen wir zur Erkenntnis, dass auch einige wichtige Daten aus der Geschichte unserer Heimat festgehalten und den Besuchern angeboten werden müssten. So entstand die Idee mit dem Geschichtsschrank, der im 2. Stockwerk zu finden ist. Was aussiehtwiediemitNummernversehenenAbholfächer in einem Postamt bietet dem Besucher unter dem Motto Auerbach im Wandel der Zeit einen kurzen Gang durch die Geschichte unserer ganzen Heimat. Hinter den einzelnen Türchen des Geschichtsschrankes mit den für die Entwicklung der Stadt und ihres Umlandes wichtigen Jahreszahlen befinden sich Exponate, Modelle oder auch nur überwiegend von mir verfasste Texte zum jeweiligen Ereignis. Das findet man unter dem ersten mit Urzeit beschriebenen Türchen. Georg Büttner hat dieses Modell geformt, der Text dazu stammt von mir. Die Dauerausstellung Der Raum links vom Geschichtsschrank enthält eine Dauerausstellung. Hier haben wir die Zahl 34 aus dem Namen des Museums wieder aufgenommen: 34 beschriebene Exponate werden hier in Vitrinen oder an den Wänden präsentiert. In unregelmäßigen Abständen werden einzelne Exponate gegen neue ausgetauscht. Die Zahl 34 ist übrigens die Hausnummer des Anwesens: Unterer Markt 34. In der Mitte des Raumes steht diese runde Vitrine. Hier war u.a. auf der höchsten Ebene die von Johann Michael Doser (1678-1756) geschnitzte Statue des hl. Sebastian zu sehen. Davor liegt auf der unteren Ebene die 1891 von der Stadt Auerbach angeschaffte Stechuhr, die auch der 1936 verstorbene letzte Nachtwächter Michael Sporrer noch mitführen musste. (Foto 2012) Ausgestellt war u.a. bereits einOriginalbuch von 1616mit dem Titel Enchiridion Precationum sacrarum, in dem der damalige Auerbacher Stadtschreiber Paulus Negelein (amt. 1587-1623) lateinische Bittgebete sammelte und veröffentlichte. Ein besonders kurioses Exponat war das Maßband, aus dem Peter Iger einen Teil herausgeschnitten hatte, umdie Turnhalle bei der Überprüfung durch eine Kommission lang genug für Handballspiele zu machen. (Bild oben, untere Ebene rechts) Sonderausstellungen Der rechte Raum ist für Sonderausstellungen gedacht, die in etwa halbjährlich wechselnden Zeitabständen eingerichtet werden. Zum Thema der jeweiligen Sonderausstellung findet man im ganzen Haus verteilt auch weitere interessante Informationen wie z.B. großflächiges Bildmaterial an den Wänden. 10 Jahre Bürgerhaus Auerbach (Fortsetzung von Seite 16)

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