Auerbach Stadt-Anzeiger - September 2022

Stadt-Anzeiger Auerbach - September 2022 - 16 Ranna 50 Jahre bei Auerbach (Fortsetzung von Seite 14) Auf dieser alten Karte von 1829 ist das Ohrental knapp 800 m südöstlich von Lehnershof leider nicht namentlich eingezeichnet. Deutlich blau markiert habe ich die Pegnitz. Auch die beiden ehemaligen Ortsteile Hunger und Pechhof sind zu finden. Die heutige Staatsstraße St 2161 zwischen Neuhaus und Auerbach verlief damals anders. Sie wurde ca. in den Jahren 1952 bis 1958 in ihrem heutigen Verlauf trassiert. Auf dieser Karte (3) kurz nach 1860 ist das Ohren Thal namentlich zu finden. Hier ist auch bereits die am 15. Juli 1877 eröffnete Bahnstrecke Nürnberg – Hersbruck (rechts der Pegnitz) – Neuhaus – Ranna – Michelfeld – Pegnitz usw. eingezeichnet. Über den weiteren Weg des Hammers und der Gemeinde Ranna durch die vergangenen Jahrhunderte siehe u.a. die Stadtanzeiger ab März 2022 und Quelle (4). Die Eisenbahn und Ranna „Das Eisenbahnzeitalter in Deutschland begann im Vergleich zu anderen Ländern (England, Belgien, USA) relativ spät. Schon am Anfang des 19. Jahrhunderts entstehen in England erste Eisenbahnanlagen.“ (5, Seite 5) Das 19. Jahrhundert könnte man auch das der Eisenbahn nennen. In Deutschland fuhr 1835 die erste Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth. Die sog. Ostbahnstrecke zwischen Nürnberg, Hersbruck (links der Pegnitz), Neukirchen, Sulzbach-Rosenberg usw. wurde 1859 eröffnet. Über eine Strecke zwischen Nürnberg und Bayreuth bzw. Marktredwitz wurde lange verhandelt. 1874 wurde das Projekt genehmigt. Nach nur dreijähriger Bauzeit konnten am 15. Juli 1877 der Abschnitt Nürnberg–Schnabelwaid und dessen Weiterführung nach Bayreuth eröffnet werden. Die Streckenführung gestaltete sich nicht einfach: Im Pegnitztal zwischen Hohenstadt und Neuhaus überquert die Schienenstrecke ca. 25-mal die Pegnitz bzw. die Straße. Zwischen Vorra und Neuhaus/Pegnitz befinden sich auf einer Streckenlänge von nur etwa 6 km sieben Tunnels: Gotthardt 318 m, Vogelherd 286 m, Platte 268 m, Rothenfels 218 m, Sonnenberg 185 m, Heidenhübel 170 m und Hufstätte 79 m Länge. An den vorgesehenen Stellen entstanden parallel zum Gleisbau usw. die Bahnhöfe. Der Bahnhof Ranna liegt in der früheren Gemeinde Mosenberg, die heute zum Markt Neuhaus gehört. Damit war Ranna an das Schienennetz angebunden. (Fortsetzung Seite 20)

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