Auerbach Stadt-Anzeiger - September 2022

Stadt-Anzeiger Auerbach - September 2022 - 14 Vor 35 Jahren.. (Fortsetzung von Seite 1) (Fortsetzung Seite 16) Im Rahmen der Stilllegung wurden unter Tage die großen Maschinen zerlegt und nach oben gebracht, ebenso die Betriebsmittel wie z.B. das Maschinenöl. Dann wurden die Stollen abgemauert, und zuletzt der senkrechte fast 200 Meter tiefe Schacht mit Kalksteinschotter verfüllt. Auch über Tage wurde zurückgebaut und aufgeräumt. Diese Stilllegungsarbeiten dauerten insgesamt gut 2 Jahre. Am 28.11.1989 schaltete schließlich der damaligeMaschinensteiger Günter Majewski (+2017) die Pumpen ab. Diese hatten in der letzten Phase des Eisenerzabbaus pro Minute ca. 30 m³ Wasser nach oben in die Klärteiche gepumpt, wofür Stromkosten von etwa 200.000 DM pro Monat anfielen. Hinter den Klärteichen floss das Wasser in den Speckbach. Pegnitz, Regnitz, Main, Rhein und schließlich Nordsee waren die weiteren Stationen des Auerbacher Grubenwassers. Von den zuletzt 286 Beschäftigten wurden viele von einem speziell eingerichteten Sozialplan übernommen. 63 Männer wurden bei den Stilllegungsarbeiten einige Zeit noch weiterbeschäftigt. Jüngere Bergleute allerdings mussten sich anderswo einen geeigneten Arbeitsplatz suchen. Aus dem ehemaligen über 60 ha großen Grubenfeld ist im Mai 1996 das weiträumige Naturschutzgebiet Grubenfelder Leonie geworden. Durch Hinzunahme weiterer Flächen umfasst dieses NSG heute immerhin ca. 87 ha. (siehe z.B. auch Quelle 1, sowie Stadtanzeiger Mai und Juni 2020) Ranna 50 Jahre bei Auerbach (von Rudi Weber) Seit dem 1. Januar 1972 ist die ehemalige Gemeinde Ranna Ortsteil der Stadt Auerbach in der Oberpfalz. Das Gebiet gehört seit 1. Juli des gleichen Jahres zum heutigen Landkreis AmbergSulzbach. (s. Stadtanzeiger August 2022) Doch die Geschichte unserer Heimat reicht weiter zurück. „Bereits Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung war dieses Gebiet beiderseits der Pegnitz besiedelt. Darauf deuten steinzeitliche Funde, die an verschiedenen Stellen auftauchen. Bei Ranna wurden Überreste aus der mittleren Steinzeit (etwa 4.000 bis 1.800 v. Chr.) entdeckt. So fand man im Ohrental, südöstlich von Lehnershof 1906 bis 1908 mehrere Grabhügel mit Skelettfunden und reichlich keramischen Grabbeigaben aus der Hallsteinzeit und der früheren Latenezeit. Jeder dieser Hügel war bei der Entdeckung zweiMeter hochundbis zu13Meter imDurchmesser. Fünf Hügel wurden geöffnet und die gefundenen Gegenstände befinden sich größtenteils im Stadtmuseum Regensburg. Ein weiterer kleiner Teil der aufgefundenen Gegenstände fand seinen Platz in der Prähistorischen Staatssammlung in München.“ (2 Seite 4) Stadtanzeiger im Internet, unter http://auerbach.de/page_1_3.php können Sie jeweils die aktuelle und die letzte Ausgabe des Stadtanzeigers downloaden.

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